Noch ein Siebziger: Brian Wilson.

Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander, heißt es. Das beste Beispiel dafür ist Brian Wilson, musikalischer Kopf der Beach Boys. Mit dem legendären Album Pet Sounds schafft er Mitte der 1960er einen Meilenstein der Popmusik und versinkt danach für viele Jahre im Sumpf von Drogen, Drinks und Depressionen. Das mit großem Aufwand produzierte Nachfolgealbum Smile bleibt zunächst unvollendet. Und es wird über 30 Jahre dauern, bis Brian Wilson, inzwischen vollständig genesen und augenscheinlich in bester Verfassung, sich des Werkes wieder annimmt und ernsthaft an der Fertigstellung arbeitet. 2004 findet in London die Uraufführung statt (siehe Video), das dazugehörige Album „Brian Wilson presents Smile“ bekommt sehr gute Kritiken und ist auch kommerziell erfolgreich. Brian Wilson ist wieder da – und sogar bereit, den verbliebenen Beach Boys Mike Love und Alan Jardin auf die Sprünge zu helfen: Vor wenigen Wochen erschien das neue Studioalbum der wiedervereinten Band, seit April sind die ergrauten „Strandjungs“ auf Tour durch die USA und Europa (3. August in Berlin).

Heute, nur zwei Tage nach seinem früheren musikalischen Rivalen und späteren Freund Paul McCartney, wird auch Brian Wilson 70 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

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Hier noch ein kurzes, aber recht gutes Wilson-Portrait aus der Sendung „Tracks“ bei arte (das abrupte Ende ist vermutlich YouTube-Restriktionen geschuldet):

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