Kategorie: Die Welt da draußen

Ha-Ha-Hafen

Einige Impressionen von meiner Tour durch den Hamburger Hafen.

Nichts für Landratten

Ein knapp 4 Quadratmeter großes Zimmer mit zwei winzigen, nicht zu öffnenden Fensterchen und einem schmalen, unbequemen Bett, aus dem Nebenraum tönt Live-Musik, und das alles ab 65 Euro pro Nacht. New York? Tokio? Hannover zur Messezeit? Mitnichten. Das Zimmer heißt eigentlich Kabine, das Bett nennt sich Koje und die Unterkunft ist ein ehemaliges Feuerschiff im Hamburger Hafen.

Das Feuerschiff am Abend

Das „Light Vessel 15“ (LV15) wurde 1952 in Dartmouth gebaut und war 32 Jahre lang als schwimmender Leuchtturm vor der englischen Küste im Einsatz. 1991 kaufte es er deutsche Frachterkapitän Wulf Hoffmann und ließ es zum Restaurant- und Hotelschiff umbauen. Seit 1993 liegt es in Hamburg am „Vorsetzen“ und gehört mittlerweile genauso zum Hafenbild wie die Barkassen, das Musicaltheater oder die Überseebrücke mit der Cap San Diego.

Wer eine oder sogar mehrere Nächte auf dem Feuerschiff verbringen will, der sollte allerdings halbwegs gelenkig sein, einen gesunden Schlaf haben und etwas Abenteuerlust mitbringen. Weiterlesen

Der Sommer ist gelb

Sonne, Regen, Sonne, Regen – das wechselhafte Wetter, das wir Menschen in den letzten Tagen oft verflucht haben, war für Flora und Fauna ein Segen.

Schlecker-Frauen haben’s gut

Uta Glaubitz ist selbständige Berufsberaterin und als solche offenbar viel unterwegs. Denn für ihre Einzelberatungen „kommen alle Städte in Frage, die einen ICE Bahnhof haben.“ Damit scheiden zwar schon mal viele Schlecker-Standorte aus, aber das Schicksal der Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriekette beschäftigt Frau Glaubitz trotzdem. Manchmal ist es ja gut, etwas Abstand zu haben. Und da sie auch Autorin und der Bedarf an journalistischer Billigware groß ist, schreibt sie darüber. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen zynischer Text, der auch aus der FDP-Parteizentrale stammen könnte. Dankbarer Abnehmer: Spiegel Online.

Heute schließen die Schlecker-Filialen für immer – und 13.200 Beschäftigte verlieren ihren Job. Aber ist das wirklich so schlimm? Das vielerorts geäußerte Mitleid ist nichts anderes als Verachtung, findet die Berufsberaterin Uta Glaubitz.

Ja, es ist schlimm, wenn Menschen ihren Job verlieren. Vielleicht nicht für eine selbständige Berufsberaterin oder SPON-Redakteure, aber für die Betroffenen und ihre Familien. Weiterlesen

Der Luxus hat seinen Preis

Schön shoppen und dann lecker essen …

Das gibt’s so extrem wohl nur in Berlin: Exklusive Läden mit sündhaft teuren Kleidern und Modeaccessoires, Schmuck und Uhren zum Preis eines Mittelklassewagens – und gleich daneben Schrippen für 10 Cent.

Sensation:
Chinesen klonen ein ganzes Dorf

Sie haben es tatsächlich getan. Als vor zwei Jahren die Meldung durch die Medien ging, eine chinesische Investorengruppe plane den naturgetreuen Nachbau des österreichischen Alpendorfes Hallstatt, dachten viele an einen PR-Gag. Wozu sollte sowas gut sein? Wer wollte das bezahlen?

Gestern nun wurde das geklonte Objekt im chinesischen Huizhou stolz der staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert. Und tatsächlich ist es dem Original auf den ersten Blick wie aus dem Gesicht geschnitten: Kirche, Marktplatz, Brunnen – alles da.

Das echte Hallstatt in Oberösterreich (Bild: Gunnar Richter Namenlos.net, Quelle: Wikipedia)

Von einer billigen Kopie kann in diesem Fall aber keine Rede sein. Umgerechnet rund 750 Millionen Euro soll der Spaß gekostet haben. Bleibt noch die Frage, wozu das gut sein soll. Medienberichten zufolge sollen die Häuser und Wohnungen des Dorfes an wohlhabende Chinesen vermietet werden, die sonst schon alles haben. Außerdem erhoffen sich die Investoren eine Aufwertung der gesamten Region.

An der feierlichen Zeremonie soll auch der Bürgermeister von Hallstatt nebst heimischer Musikkapelle teilgenommen haben. Ob es sich bei den betreffenden Personen tatsächlich um Originale handelte, konnte jedoch nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden.