Kategorie: Was mit Medien

Warten aufs iPhone 6

Apple präsentiert das iPhone5 – und alle sind enttäuscht. Mit Recht! Siri kann immer noch keine Gedanken lesen. Und Teleportation geht auch nicht. Von der fehlenden Dialysefunktion jetzt gar nicht zu reden. Pffft … Da kann man sich für dasselbe Geld ja gleich ein Smartphone kaufen!

Urheberrecht und so. Wieder mal.

Es ist ja gerade „in“, eine Meinung zum Thema Urheberrecht zu haben. Und hat man erst mal eine, dann nimmt man zu ihrer Bestätigung, was man kriegen kann. So auch der Autor und Blogger Malte Welding, der gestern auf Twitter mit dem plakativen Versprechen „Hintergründe zum Urheberrecht“ einen Text des Komponisten Walter Thomas Heyn bewarb. Titel: „Künstler, Verwerter und Piraten“.

Leider ist auch dieser Text eine einzige Enttäuschung. Weiterlesen

Chaos & Creation at Abbey Road

Wie konnten die Beatles mit der damals aktuellen Vierspur-Aufnahmetechnik komplexe Produktionen wie das Sgt.-Pepper-Album realisieren? Was ist ein Mellotron, und wofür wurde es benutzt? Und wie entsteht überhaupt ein Song?

Wer wäre besser geeignet, solche und ähnliche Fragen zu beantworten als Ex-Beatle Sir Paul McCartney? Und welcher Ort käme dafür eher in Frage als das berühmte Studio 2 an der Abbey Road, in dem die Beatles außer Let It Be alle ihre Alben produziert und einen erheblichen Teil ihrer Zeit verbracht haben? Die filmische Dokumentation dieses außergewöhnlichen Events aus dem Jahr 2005 war vorgestern im Spätprogramm des MDR zu sehen. Und – soviel vorweg: Das Aufbleiben hat sich gelohnt.

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Man merkt Paul McCartney an, dass er sich wohlfühlt. Gut gelaunt und mit viel Humor erzählt er in familiärer Atmosphäre beispielsweise von dem Moment, Weiterlesen

Steine aus dem Glashaus

Peter-Matthias Gaede, Chefredakteur der GEO, hat eine kämpferische Erklärung verfasst, in der er seine G+J-Kollegen auffordert, offensiv für die Wahrung des Urheberrechts einzutreten. Und er hat sicher Recht, wenn er unter anderem sagt:

Für immaterielle Güter wie Texte und Fotos, für die Produktion von Information und die Vermittlung von Wissen kann dabei grundsätzlich nichts anderes gelten als für materielle Güter: Sind sie kostenlos erhältlich, wird sie niemand mehr erwerben. Werden sie nicht mehr erworben, wird es sie nicht mehr geben.

Man darf allerdings fragen, ob ausgerechnet Chefredakteure als Anwälte der Urheber taugen. Denn mit ihren zum Teil absurd niedrig honorierten Total-Buyout-Verträgen, die sie freien Journalisten immer häufiger nach dem Friss-oder-stirb-Prinzip vorlegen, leisten sie selbst einen nicht unerheblichen Beitrag dazu, dass kreative Arbeit und geistiges Eigentum immer mehr an Wert verlieren. Und die zugegeben schwierige Situation des Journalismus hat definitiv sehr wenig mit Internet-Piraterie oder mangelndem Respekt der „Freunde des gepflegten Mitessertums“ vor dem Urheberrecht zu tun.